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David S. Ware - "Surrendered"

Free Jazz ist nicht gleich Free Jazz - und nicht alles, was Free Jazz ist, klingt "grausam" für ungeübte Ohren. - Und überhaupt: "Free Jazz" muß nicht als Limitierung verstanden werden, sondern kann ein offenes Feld sein. Das alles und noch viel mehr beweist David S. Ware mit seinem Quartett auf "Surrendered". Sein Quartett, das sind: Matthew Shipp (p), William Parker (b), Guillermo E. Brown (dr) und David selbst am Sax.

David S. Ware - "Surrendered"

Durch ein, wie er es nennt, "monorhythmisches Konzept" erhalten die einzelnen Kompositionen eine ruhige, "sortierende" Komponente, die die Möglichkeit bietet, sich auf Grundrhythmus und davon abweichendes freies Spiel gleichermaßen zu konzentrieren. Das Ergebnis sind lyrische, eigenständige und spannungsgeladene Stücke - zum größten Teil von S. Wares Feder aufgezeichnet und durch zwei individualistische Standardinterpretationen ergänzt. Musik ohne Limits, mit viel Gefühl und Enthusiasmus dargeboten.

"Surrendered" ist sonnig, mitreißend, explosiv, impressionistisch und experimentell. Das überblasene Saxophon und die fast klassisch anmutende Spielweise von Shipp am Piano sorgen für Originalität. - Für alle David S. Ware-Fans ein Muß, für alle, die mit dem Free Jazz bisher auf Kriegsfuß stehen, ein guter Einstieg. Auf jeden Fall aber: ein Meisterwerk, das nicht übersehen werden darf.

Carina Prange

CD: David S. Ware - "Surrendered" (Columbia CK 63816)

Columbia-Records im Internet: www.columbiajazz.com

© jazzdimensions2001
erschienen: 8.5.2001
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