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Cecil Taylor - "The Light of Corona"

Nichts, aber auch rein gar nichts, scheint Cecil Taylor von seiner Urgewalt eingebüßt zu haben, von seiner Improvisationsleidenschaft und vom Genuss, sich als Teil von und mit Hilfe großer Ensembles musikalisch zu engagieren. "The Light of Corona" ist ein Gruppenerlebnis – von Seiten der Musiker – und ein Zeitdokument eines am 3. November 1996 im Berliner Podewil stattgefundenen Konzertes.

Cecil Taylor - "The Light of Corona"

Quietschen, Zirpen, Vogellaute, Klangkaskaden, Gegensätze aus enervierenden und anstrengenden Momente und des Auslebens spaßiger Launen, ernsthaftes Mit- und Gegeneinander der beteiligten Musiker. Im Grunde scheint die Musik auf "The Light of Corona" ein Abbild des Lebens schlechthin zu sein: bunt, aggressiv, passiv, hektisch, gelassen und explosiv.

Beim 29. Total Music Meeting aufgenommen, umreisst diese CD in zwei, "One" (52:34) und "Two" (22:53) betitelten, Anläufen musikalisch die Grenzen und Möglichkeiten ungezügelter Improvisation und unmittelbarer Kommunikation. Cecil Taylor und sein Ensemble (mit u.a. Elliot Levin, Dominic Duval, Jackson Krall) setzen auf "Ausdruck pur".

"The Light of Corona" ist für diejenigen ein Muß, denen Musik nie frei genug sein kann und die gleichzeitig das spielerische, verspielte Moment lieben – denn "frei" bedeutet hier nicht "frei von Humor"...

Carina Prange

CD: Cecil Taylor & The Ensemble '96 - "The Light of Corona"
(FMP CD 120)

Free Music Production im Internet: www.free-music-production.de

Cover: Dagmar Gebers / Jost Gebers

© jazzdimensions2003
erschienen: 19.4.2003
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