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Glenn Cannon - "Clockwork"

"Clockwork" ist Glenn Cannons zweites Solo-Album. Der Gitarrist improvisiert Jazz und vermeintlich klassische Musik (der Einsatz von Violinen gaukelt dem Gehirn hier wohl was vor) zu einer interessanten, mitunter gar mitreißenden Variante von Jazz Fusion, die mir besonders in Stücken wie dem zurückhaltenden "Edvard Munch" gefällt.

Glenn Cannon - "Clockwork"

Obwohl die Presseinfo von elektronischer und brasilianischer Musik und sogar von Weltmusik spricht, ist hier das Musikgefühl eher das von Jazz Fusion. Und doch stimmt es, dass Stücke wie etwa "Bomber" oder "Prototype" oder dem Titelstück "Clockwork" elektronische Bausteine aus Breakbeat und Co. verwerten.

Allerdings nur, um mit Balladen wie "Cave Of The Forgotten", dass mich an die Zusammenarbeiten von Dick Morrissey und Jim Mullen erinnert, wieder in Jazz Fusion der sanfteren Art zurückzugleiten. Der Australier Cannon wurde unter anderem von Luke Howard (Keyboards), Gavin Pearce (Bass), Danny Farrugia (Schlagzeug) und Jarvier Fredes (Perkussion) begleitet – ein sehr schlüssig aufeinander eingespieltes Ensemble.

Die selbst komponierten Songs von "Clockwork" beweisen Spielfreude und sind besonders den Freunden von Jazz Fusion, denen es nicht vor musikalischen Experimenten grault, ans Herz zu legen.

Michael Arens

CD: Glenn Cannon - "Clockwork" (Glenn Cannon Music GCM002)

Glenn Cannon im Internet: www.glenncannonmusic.com

Cover: Matt Crosby

© jazzdimensions 2010
erschienen: 16.11.2010
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