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The Felice Brothers - "Yonder Is The Clock"

Vom Hinterland, aus den wilden Bergen sind sie gekommen, den Catskill Mountains – und haben es bis auf die großen Bühnen der westlichen Welt geschafft: die Felice Brothers zeigen, dass es doch Realität werden kann, das Märchen dreier Brüder, die gemeinsam Musik machen und aufgrund ihrer Hartnäckigkeit tatsächlich Erfolg haben.

The Felice Brothers - "Yonder Is The Clock"

Sie kennen die Straßen New Yorks und die Subways in- und auswendig und singen von den sozialen Problemen des großen Landes Amerika, von Liebe, Tod und Teufel, sozusagen.

Es sind Songs, die aufschreien, die Kritik üben, die irgendwo zwischen Folk, Country und Woody Guthries "Arbeiterlieder"-Genre anzusiedeln sind. Eine dylaneske Reibeisenstimme, die glaubwürdig nach Whiskeygenuss und Zigarrettenqualm klingt, dringt auf den Hörer ein, mit Stories, die in klaren Worten die amerikanische Wirklichkeit aus der Warte der Verlierer schildern.

Dennoch gleitet das Vorhaben nicht in nervige Tiraden ab, sondern es sind durchaus schöne Kompositionen, in welche die Brüder und ihre Bandmitglieder (wir reden von fünf Musikern) ihre Anliegen verpacken: Künstlerisch hochwertige Songs, was letztendlich beweist, dass auch in Zeiten von stromlinienförmigen, inhaltsleeren Popprodukten noch echte Musik mit wirklichem Schweiss und Blut eine Chance hat.

Carina Prange

CD: The Felice Brothers - "Yonder Is The Clock"
(Team Love Records TL-39)

The Felice Brothers im Internet: www.thefelicebrothers.com

Team Love Records im Internet: www.team-love.com

Cover: n.n.

© jazzdimensions 2009
erschienen: 5.7.2009
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