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Àja - "live as one"
Konzert-Aufnahme

Àja, namentlich Adisa Jelani Andwele, ist ein Performance-Poet aus Barbados und in dieser Kunstform einer der führenden Vertreter aus der Karibik. In den Songs verbindet er seine global gesellschaftskritischen und aktuell politischen Dichtungen mit Blues, Funk, Reggae, Calypso, Ringbang oder dem typisch karibischen Säf.

Àja - "live as one"

Die Geschichte des Säf ist, wie die Ursprünge des Jazz und Blues Blues in Nordamerika, eng verbunden mit dem Überleben der afrikanischen Kultur während der Sklaverei und dem Widerstand gegen die Kolonialmächte. Da auf den Karibischen Inseln starker Widerstand geleistet werden mußte, entstand dort eine schnelle und rhythmische Musik. Der daraus hervorgehende Säf ist eine ganz spezielle Herangehensweise an Gedichte und gleichzeitig ein Markenname für diesen Lebensstil.

Dies erklärt auch die so gegensätzlich erscheinende Kombination tiefgründiger Texte – von Àja meist als Sprechgesang, wie zugerufene Botschaften vorgetragen – mit südländischen Melodien. So wird in "Living in Hell" Àjas stellenweise rauer Gesang von einer sonnigen Reggaemelodie hinterlegt. Ebenso animiert der, von schwungvollen Bläsern unterstützte Rhythmus in "Poor People Dead" eher zum Partyfeiern; zum eigentlich inhaltlich tragischen Refrain erklingen weiche, feminine Stimmen und das Vibrato der E-Gitarre erinnert fast an Hawaii...

Ulrike Kreß

CD: Àja - "live as one" (Royal Palme records 250068)

Àja im Internet: artists.iuma.com/IUMA/Bands/Adisa_Andwele

Cover: Ricky Redman & Chris Williams, Acute Vision Inc.

© jazzdimensions2003
erschienen: 9.7.2003
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