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Lily Dahab - "Nómade"

Dass in Zusammenhang mit argentinischer Musikkultur immer wieder der viel gerühmte Tango genannt wird, ist zwar faktisch richtig, lenkt jedoch von den vielen Talenten jenseits desselben ab. Lily Dahab gehört beispielsweise in diese Kategorie. Sie wurde in jenem Argentinien, in Buenos Aires, geboren, nennt aber auch Barcelona, Madrid und Berlin ihre Heimat oder doch zumindest ihre wichtigen Stationen auf dem Weg zu der Sängerin mit internationalem Charme.

Lily Dahab - "Nómade"

Stilistisch ist Dahab natürlich dann nicht nur dem Vocaljzazz zuzuordnen, sondern ebenso der internationalen Folklore-Szene. Und auch jener besagte Tango-Einfluss kommt auf Songs wie "Flor De Lis" wieder heraus. Konzentriert man sich auf Lilys Stimme, ist man erst einmal hin und weg. Denn ihr Organ ist unglaublich klar und deutlich, zugleich sehr atmosphärisch und sanft wie geschmolzene Zartbitterschokolade.

Unter Zuhilfenahme von Klassikern wie "Bésame Mucho" oder "Aquas De Marco" schafft Lily Dahab es mit "Nómade" tatsächlich, einen sehr nachhaltigen, aber in keiner Note aufdringlichen oder aufgesetzten, dafür sehr melodiebetonten Ton zu hinterlassen – "Nómade" wirkt so sehr gelungen, federleicht, aber vor allen Dingen, dank Dahabs sensibler Stimme, auf mitunter geradezu hypnotische Art wunderschön.

Michael Arens

CD: Lily Dahab - "Nómade" (Peregrina Music/In-Akustik PM50592)

Lily Dahab im Internet: www.lilydahab.com

Peregrina Music im Internet: www.peregrinamusic.de

Cover: Ondho

© jazzdimensions 2011
erschienen: 12.3.2011
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